Pkw-Neuzulassungen in Deutschland im Juni 2015

Pkw-Neuzulassungen in Deutschland im Juni 2015

Pkw-Nachfrage setzt ihre dynamische Entwicklung fort

 

Im Juni 2015 wurden 315.539 neue Pkw zugelassen. Dies entspricht einem Plus von 12,9 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Nach sechs Monaten liegen die Neuzulassungen 5,2 Prozent über denen des Vorjahreszeitraums. Die hohen Neuzulassungen profitierten zwar von der höheren Zahl an Arbeitstagen, die Nachfrage befindet sich aber auch um diesen Effekt bereinigt auf einem eindeutig positiven Wachstumspfad.

Die Besitzumschreibungen stiegen mit fast 15 Prozent noch stärker als die Neuzulassungen. Nach sechs Monate weisen Neuzulassungen und Besitzumschreibung ein ähnliches Wachstum gegenüber der Vorjahresperiode auf. Die private Nachfrage stieg im Juni ebenfalls, allerdings deutlich geringer als die gewerblichen Neuzulassungen. Letztere sind nach sechs Monaten um knapp neun Prozent im Plus, während die privaten Zulassungen leicht unter denen der Vorjahresperiode liegen. Addiert man die privaten Neuzulassungen und die Besitzumschreibungen, hat diese so definierte private Nachfrage nach sechs Monaten – abgesehen vom Jahr der Verschrottungsprämie – den höchsten Stand seit 2003 erreicht.

Die Entwicklung der Top zehn Marken im Juni zeigte bei fast allen Marken teilweise deutliche Gewinne. Die höchsten Zuwächse verzeichneten Mercedes, Audi und Seat. Nur Hyundai musste vergangenen Monat Verluste hinnehmen.

Nach sechs Monaten und einem Gesamtmarktplus von 5,2 Prozent heißen die Gewinner mit den größten Zuwächsen VW und Audi. Von den Top zehn Marken liegt lediglich Renault unter den Neuzulassungen des ersten Halbjahres 2014.

Die positive Gesamtmarktentwicklung der ersten sechs Monate schlug bei allen Segmenten durch. Die Vans und die Oberklasse konnten ihre Ergebnisse des vergangenen Jahres nicht behaupten. Eindeutige Gewinner sind die SUVs: Sie konnten ihre Erfolgsgeschichte fortsetzen und liegen nach Ablauf des ersten Halbjahres über 14 Prozent im Plus.

Die aktuelle Situation bei den Vertrauensindizes ist leicht eingetrübt: Das Verbrauchervertrauen ging im Juni etwas zurück, liegt aber noch deutlich im positiven Bereich Der Rückgang ist auf eine pessimistischere Einschätzung der allgemeinen wirtschaftlichen Lage zurückzuführen, wobei die weiter andauernden Diskussionen um Griechenland eine große Rolle spielen dürften. Die persönliche finanzielle Situation dagegen wird im Juni nicht schlechter eingeschätzt und bewegt sich auf einem hohen Niveau. Der deutsche Verbraucher ist trotz aller Skepsis weiterhin der Meinung, dass die wirtschaftspolitischen Unsicherheiten keine negativen Auswirkungen für ihn selber haben werden.

Für den weiteren Jahresverlauf wird mit keiner erneuten Eintrübung der Rahmenbedingungen gerechnet. Das Wirtschaftswachstum wird in etwa zwei Prozent betragen und die Situation auf dem Arbeitsmarkt ist so gut wie seit langem nicht mehr. Unter diesen Voraussetzungen werden sich die Pkw-Neuzulassungen 2015 weiterhin positiv entwickeln und um 4,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 3,17 Millionen Neuzulassungen ansteigen.

 

Alle Graphiken zu diesem Bericht einschließlich der Gesamtmarktprognosen auf Monatsebene
finden Sie unter:  Graphiken Deutschland Juni 2015

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