Pkw-Nachfrage in Deutschland im März 2015

Pkw-Nachfrage in Deutschland im März 2015

Dynamischer Anstieg der Pkw-Nachfrage

Im März 2015 wurden 323.023 Pkw Neuzulassungen registriert. Dies entspricht einem Plus von neun Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Nach drei Monaten liegen die Neuzulassungen 6,4 Prozent über denen des Vorjahreszeitraums. Damit lag das Ergebnis auch im März über den Erwartungen.

Auch die Besitzumschreibungen konnten ein deutliches Plus verzeichnen. Sie erreichten den höchsten März-Wert seit 15 Jahren und lagen 13,5 Prozent über denen des Vorjahresmonats. Kumuliert liegen sie nun drei Prozent über dem Vorjahreszeitraum.

Folie1Die privaten Zulassungen konnten ebenfalls zulegen. Sie erreichten ein Plus von fünf Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat, hatten allerdings lediglich einen Anteil von 36 Prozent an den gesamten Neuzulassungen. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum wurden allerdings über ein Prozent weniger Neuwagen direkt an den privaten Kunden verkauft. Die gewerblichen Zulassungen stiegen im abgelaufenen Monat um 11,6 Prozent und liegen nach drei Monaten elf Prozent im Plus.

Somit bestätigt sich weiterhin die Tendenz, dass der deutsche Verbraucher zunehmend fertig konfigurierte und bereits einmal zugelassene Fahrzeuge nachfragt und damit einen erheblichen Preisnachlass bekommt. Es gibt beim Privatkunden ein weiter steigendes Bedürfnis, seinen alten Pkw zu ersetzen.

Addiert man die privaten Neuzulassungen und die Besitzumschreibungen, ergibt sich für den März 2015 ein Plus von zwölf Prozent. Auch nach drei Monaten ist diese so definierte private Nachfrage 2,5 Prozent im Plus. Dies ist – ausgenommen vom Jahr der Verschrottungsprämie – der höchste Stand seit März 2001.

Folie2Die Entwicklung der Top zehn Marken im März zeigte unterschiedliche Entwicklungen: Marktführer VW verzeichnete ein deutlich überdurchschnittliches Plus von 14,3 Prozent und erreichte einen Marktanteil von 20,8 Prozent der in etwa auch dem nach drei Monaten entspricht..

Mercedes schaffte mit plus 4,6 Prozent wieder den Sprung auf Rang zwei mit einem Marktanteil von 8,6 Prozent.

Auf den Rängen drei und vier folgten die Premium-Marken Audi und BMW. Audi verbesserte sich um über zwölf Prozent, hat nach drei Monaten aber ein etwas geringeres Plus von knapp sieben Prozent. BMW konnte mit plus 2,2 Prozent nur unterdurchschnittlich zulegen..

Auf Platz fünf landete Opel vor Ford. Letztere gewannen über 15 Prozent. Dies ist aber im bisherigen Jahresverlauf die Ausnahme gewesen: Nach dem ersten Quartal liegt Ford lediglich knapp drei Prozent über dem Ergebnis des Vorjahreszeitraums. Opel steigerte seine Neuzulassungen im März um unterdurchschnittliche vier Prozent.

Auf den Plätzen sieben bis zehn liegen die vier Importmarken Skoda, Hyundai, Renault und Seat. Von diesen Marken musste nur Renault mit minus 13,5 Prozent deutliche Verluste hinnehmen. Die drei anderen Marken konnten leichte, unterdurchschnittliche Gewinne verzeichnen.

Folie3Die aktuelle dynamische Neuzulassungsentwicklung passt ins Bild der Vertrauensindikatoren: Der Vertrauensindex der Verbraucher und der der Industrie sind wieder deutlich gestiegen. Trotz dieser positiven Entwicklung darf nicht übersehen werden, dass beide Frühindikatoren das Niveau des Frühjahrs 2014 noch nicht wieder erreicht haben. Es ist bei der Stimmungslage also durchaus noch Luft nach oben.

Folie4Die größte Dynamik zeigt die Erwartung in die allgemeine wirtschaftliche Situation in den nächsten zwölf Monaten. Dieser Teilindex ist im März deutlich gestiegen, ohne aber die Niveaus des ersten Halbjahres 2014 oder sogar dass von 2011 erreicht zu haben. Anders dagegen die Erwartungen bezüglich der persönlichen finanziellen Situation: Dieser Index ist stetig steigend und liegt aktuell auf einem der höchsten jemals erreichten Niveaus.

Folie5

Für den weiteren Jahresverlauf wird mit keiner erneuten Eintrübung der Rahmenbedingungen gerechnet. Das Wirtschaftswachstum wird in etwa das Niveau erreichen wie 2014. Darüber hinaus meldet der Verband der Automobilindustrie (VDA) für die ersten drei Monate ein Plus von neun Prozent bei den inländischen Auftragseingängen deutscher Hersteller. Unter diesen Voraussetzungen werden sich die Pkw-Neuzulassungen 2015 weiterhin positiv entwickeln und um 3,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr ansteigen.

Folie6

Die aktuelle Prognose für 2015 liegt nun bei circa 3,14 Millionen Neuzulassungen. Aber auch dann befinden sie sich immer noch fünf Prozent unterhalb des Neuzulassungsdurchschnitts der Vorkrisenjahre 2000 bis 2007.

Folie7

image_pdfimage_print

Written by

The author didnt add any Information to his profile yet