Pkw-Nachfrage in Deutschland im April 2015

Pkw-Nachfrage in Deutschland im April 2015

Pkw-Nachfrage bleibt über den Erwartungen

Im April 2015 wurden 291.395 Pkw-Neuzulassungen registriert. Dies entspricht einem Plus von über sechs Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Nach vier Monaten liegen die Neuzulassungen 6,4 Prozent über denen des Vorjahreszeitraums.Folie2Dies war der höchste April-Wert seit 2009. Die privaten Neuzulassungen gingen um ein Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat zurück, die gewerblichen Zulassungen stiegen im abgelaufenen Monat um fast elf Prozent.

Auch die Besitzumschreibungen konnten ein deutliches Plus verzeichnen. Sie erreichten den höchsten April-Wert seit 1999.Folie3Somit bestätigt sich weiterhin die Tendenz, dass der deutsche Verbraucher zunehmend fertig konfigurierte und bereits einmal zugelassene Fahrzeuge nachfragt und damit einen erheblichen Preisnachlass bekommt. Es gibt beim Privatkunden ein weiter steigendes Bedürfnis, seinen alten Pkw zu ersetzen. Addiert man die privaten Neuzulassungen und die Besitzumschreibungen, hat diese so definierte private Nachfrage nach vier Monaten den höchsten Stand seit 2003 erreicht.Folie4Die Entwicklung der Top zehn Marken im April zeigte unterschiedliche Entwicklungen: Marktführer VW verzeichnete ein unterdurchschnittliches Plus von 3,5 Prozent und erreichte einen Marktanteil von 21,5 Prozent.

Audi schaffte mit plus 4,9 Prozent wieder den Sprung auf Rang zwei mit einem Marktanteil von 9,3 Prozent vor Mercedes und BMW.

Auf Platz fünf landete Ford vor Opel. Auf den Plätzen sieben bis zehn liegen die vier Importmarken Skoda, Renault, Hyundai und Seat. Als Gewinner der Top zehn Marken im April stellte sich Renault heraus. Nach zuletzt rückläufiger Entwicklung konnten im April fast 18 Prozent mehr Neuwagen verkauft werden. Dennoch liegen die Neuzulassungen nach vier Monaten immer knapp ein Prozent im Minus.Folie5Die aktuelle dynamische Neuzulassungsentwicklung passt ins Bild der Vertrauensindikatoren: Der Vertrauensindex der Verbraucher und der der Industrie befinden sich trotz keiner weiteren Anstiege auf einem relativ guten Niveau. Dennoch darf nicht übersehen werden, dass beide Frühindikatoren das Niveau des Frühjahrs 2014 noch nicht wieder erreicht haben. Es ist bei der Stimmungslage also durchaus noch Luft nach oben .Folie6Ein wenig Skepsis zeigen die Verbraucher bei der Erwartung in die allgemeine wirtschaftliche Situation in den nächsten zwölf Monaten. Dieser Teilindex befindet sich zwar auf einem überdurchschnittlichen Niveau, allerdings scheint es diesbezüglich noch eine gewisse Unsicherheit zu geben. Anders dagegen die Erwartungen bezüglich der persönlichen finanziellen Situation: Dieser Index ist stetig steigend und liegt aktuell auf einem der höchsten jemals erreichten Niveaus.Folie7Für den weiteren Jahresverlauf wird mit keiner erneuten Eintrübung der Rahmenbedingungen gerechnet. Das Wirtschaftswachstum wird nach neusten Prognosen etwas höher ausfallen als in 2014. Darüber hinaus meldet der Verband der Automobilindustrie (VDA) für die ersten vier Monate ein Plus von sieben Prozent bei den inländischen Auftragseingängen deutscher Hersteller. Unter diesen Voraussetzungen werden sich die Pkw-Neuzulassungen 2015 weiterhin positiv entwickeln und um 4,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr ansteigen.Folie8 Die aktuelle, leicht erhöhte Prognose für 2015 liegt nun bei 3,17 Millionen Neuzulassungen. Aber auch dann befinden sie sich immer noch vier Prozent unterhalb des Neuzulassungsdurchschnitts der Vorkrisenjahre 2000 bis 2007.

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